Wissenswertes über Norwegen ,genau danach haben wir vor unserer Reise gesucht. Viele denken dabei sofort an Fjorde, Wasserfälle und spektakuläre Berglandschaften. Genau deshalb stand Norwegen auch schon lange auf unserer Wunschliste.
Doch je länger wir mit unserem Camper unterwegs waren, desto mehr haben wir gemerkt: Norwegen ist viel mehr als schöne Aussichtspunkte. Viele Dinge haben uns überrascht. Manche positiv, andere hätten wir vor unserer Reise niemals erwartet. Warum stehen plötzlich Schafe mitten auf der Straße? Weshalb gibt es so viele Tunnel? Kann man wirklich überall Leitungswasser trinken? Und worin unterscheiden sich eigentlich Elche und Rentiere? Genau diese Fragen beantworten ich dir in diesem Beitrag.
Neben spannenden Fakten findest du hier auch viele Erfahrungen, die wir während unserer Reise selbst gemacht haben. So bekommst du nicht nur allgemeines Wissen über Norwegen, sondern auch praktische Tipps, die dir bei deiner eigenen Reise helfen können.
Egal, ob du mit dem Camper, dem Auto oder dem Wohnmobil unterwegs bist oder einfach nur mehr über dieses faszinierende Land erfahren möchtest,dieser Beitrag ist genau für dich.
Vielleicht erspart dir der eine oder andere Tipp sogar eine Überraschung unterwegs.
Inhaltsverzeichnis
- Norwegen auf einen Blick
- Warum Norwegen so besonders ist
- Die beeindruckende Natur
- Tiere in Norwegen – Elch oder Rentier?
- Essen und Trinken
- Straßen, Tunnel und Fähren
- Preise in Norwegen
- Überraschungen, die wir selbst erlebt haben
- Häufige Fragen
- Fazit
- Danke

Norwegen auf einen Blick
Hauptstadt
Oslo
Einwohner
Rund 5,6 Millionen
Fläche
385.207 km²
Sprache
Norwegisch
Währung
Norwegische Krone (NOK)
Beste Reisezeit
Juni bis August
Sommer
12–25 °C (je nach Region)
Bekannteste Wildtiere
Elche, Rentiere, Seeadler & Wale
Wildcampen
Teilweise erlaubt (Jedermannsrecht)
Verkehr
Rechtsverkehr
Mitglied der EU
Nein
Schengenraum
Ja
Höchster Berg
Galdhøpiggen (2.469 m)
Küstenlinie
Über 100.000 km (inkl. Fjorde und Inseln)
Winter
-5 bis -30 °C (je nach Region)
Energie
Rund 90 % aus Wasserkraft
Kartenzahlung
Fast überall möglich
Norwegisches Wort
Koselig = gemütlich, behaglich & einfach schön

Warum Norwegen so besonders ist
Viele verbinden Norwegen automatisch mit Fjorden, hohen Bergen und Wasserfällen.
Doch das Besondere ist eigentlich die unglaubliche Vielfalt. Innerhalb weniger Stunden verändert sich die Landschaft komplett.
Morgens fährt man noch durch dichte Wälder. Kurz darauf durchquert man meterlange Tunnel. Danach öffnet sich plötzlich der Blick auf einen riesigen Fjord. Und wenige Kilometer später fährt man über karge Hochebenen, auf denen nur noch Moose, Steine und vereinzelte Rentiere zu sehen sind. Genau diese Abwechslung hat uns während der gesamten Reise fasziniert. Kein Tag fühlte sich an wie der vorherige.

Die beeindruckende Natur Norwegens
Wer nach Norwegen reist, kommt meistens wegen der Natur. Und ehrlich gesagt können wir das absolut verstehen. Kaum ein anderes Land hat uns landschaftlich so beeindruckt wie Norwegen. Fast jeden Tag erwarteten uns neue Ausblicke und wir hatten oft das Gefühl, in einer völlig anderen Region unterwegs zu sein.
Mal fuhren wir entlang tiefblauer Fjorde, dann wieder durch enge Täler mit tosenden Wasserfällen oder vorbei an glasklaren Seen. Die Landschaft verändert sich ständig und genau das macht Norwegen für uns so besonders. Hinter fast jeder Kurve wartet eine neue Aussicht.
Auch die Berge überraschen immer wieder. Manche sind dicht bewachsen und wirken fast sanft, andere ragen kahl, rau und gewaltig in den Himmel. Mal blickt man auf schneebedeckte Gipfel, mal auf grüne Hochebenen oder steile Felswände. Jede Region hat ihren ganz eigenen Charakter und genau das macht eine Rundreise durch Norwegen so abwechslungsreich.
Wer gerne wandert, wird Norwegen lieben. Viele Touren sind zwar anspruchsvoll und verlangen eine gute Kondition, doch die Aussichten entschädigen für jeden einzelnen Höhenmeter. Ob hoch über einem Fjord, auf einem Berggipfel oder mit Blick über ein ganzes Tal, solche Momente bleiben lange in Erinnerung.
Was uns ebenfalls aufgefallen ist: Viele Orte sind außergewöhnlich sauber und gepflegt. Gleichzeitig haben wir aber auch Plätze erlebt, an denen leider überraschend viel Müll herumlag, vor allem an beliebten Touristenorten oder stark besuchten Parkplätzen. Norwegen ist also nicht überall so makellos, wie man es oft auf Fotos sieht. Trotzdem überwiegt für uns ganz klar der Eindruck einer einzigartigen und beeindruckenden Natur, die wir so in keinem anderen Land erlebt haben.
Mal reicht der Blick kilometerweit über Fjorde, Berge und Täler, mal steht man mitten zwischen gewaltigen Felswänden und fühlt sich plötzlich ganz klein. Genau diese ständigen Veränderungen sorgen dafür, dass sich kein Reisetag wie der andere anfühlt.
Für uns ist Norwegen deshalb nicht einfach nur ein Reiseziel, sondern ein Naturerlebnis, das jeden Tag aufs Neue überrascht.




Unsere Erfahrung
Vor unserer Reise dachten wir, dass sich Norwegen landschaftlich irgendwann wiederholt. Das Gegenteil war der Fall. Jeder Tag brachte neue Eindrücke. Von den weißen Holzhäusern im Süden über gigantische Wasserfälle wie den Vøringsfossen bis hin zu kleinen Naturparadiesen wie dem Erikane Friluftsområde fühlte sich jede Region anders an. Falls du noch Inspiration für deine Route suchst, findest du hier unsere persönlichen Highlights:
Ein paar tolle Orte in Norwegen die wir mit dem Camper gesehen haben
„Man reist nicht nur, um neue Orte zu entdecken. Man reist, um die Welt mit anderen Augen zu sehen.“
Tiere in Norwegen welche kannst du mit etwas Glück entdecken?
Eines können wir direkt verraten: Wenn du nach Norwegen reist, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Tiere sehen als erwartet.
Während unserer Reise begegneten uns Schafe, Rentiere, zahlreiche Vögel , drei Elche und sogar ein Wal in der Ferne. Gerade das macht das Reisen durch Norwegen so besonders. Die Natur wirkt oft unberührt und viele Tiere leben noch frei in ihrer natürlichen Umgebung.
Damit du weißt, worauf du achten kannst, stelle ich dir einige der bekanntesten Bewohner Norwegens vor.
Elch oder Rentier – wo liegt eigentlich der Unterschied?
Der Elch der sanfte Riese des Nordens
Der Elch ist das größte Mitglied der Hirschfamilie weltweit. Ein ausgewachsenes Männchen kann über 600 Kilogramm wiegen und eine Schulterhöhe von mehr als zwei Metern erreichen.
Trotz seiner beeindruckenden Größe lebt der Elch meist allein. Besonders morgens und in der Abenddämmerung ist er aktiv und genau dann solltest du auf Landstraßen besonders aufmerksam fahren. Ein Zusammenstoß mit einem Elch kann schwere Folgen haben.
Was viele nicht wissen: Elche sind keine guten Kletterer. Aufgrund ihres hohen Gewichts bewegen sie sich lieber durch Wälder, Sümpfe und flaches Gelände. Steile Berghänge meiden sie meist.
In Norwegen wird Elchfleisch übrigens als Delikatesse angesehen. Besonders beliebt sind Elchsalami, Elchschinken oder Elchburger, die man häufig in Hofläden oder kleinen Geschäften kaufen kann.

Das Rentier perfekt an den Norden angepasst
Rentiere sind deutlich kleiner als Elche und wiegen je nach Geschlecht meist zwischen 80 und 180 Kilogramm.
Im Gegensatz zum Elch leben sie fast nie allein. Sie ziehen in Herden durch die Landschaft und legen dabei oft weite Strecken zurück.
Ihre breiten Hufe geben ihnen auf Schnee, Geröll und sumpfigem Boden sicheren Halt. Dadurch kommen sie auch in Regionen zurecht, die für andere Tiere kaum begehbar wären. Gerade im Norden Norwegens und später in Finnland haben wir sie immer wieder auf Hügeln oder in felsigem Gelände gesehen.
Rentiere wirken oft deutlich entspannter als Elche. Einige standen direkt neben der Straße und schauten neugierig zu den vorbeifahrenden Autos. Trotzdem solltest du genügend Abstand halten und die Tiere niemals füttern.

Schafe gehören in Norwegen einfach dazu
Wenn du mit dem Auto oder Camper unterwegs bist, wirst du früher oder später feststellen: Schafe scheinen überall zu sein.
Besonders in den Sommermonaten dürfen viele Tiere frei auf den Weiden und in den Bergen grasen. Dadurch kann es jederzeit passieren, dass plötzlich eine ganze Schafherde auf der Straße steht. Genau das ist uns mehrfach passiert.
Mal lag ein einzelnes Schaf mitten auf der Fahrbahn und ließ sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, ein anderes Mal mussten wir warten, bis eine komplette Herde gemütlich die Straße überquert hatte.
Sie lieben an Parkplätze das Auto abzulecken, hatten oft eine kostenlose Autowäsche von Schafen.
Das gehört in Norwegen einfach dazu.
Unser Tipp: Fahre auf kleineren Straßen immer aufmerksam und rechne jederzeit mit frei laufenden Tieren, besonders in Kurven oder hinter Hügeln

Weitere Tiere, die du mit etwas Glück entdecken kannst
Norwegen bietet Lebensraum für viele weitere Wildtiere. Mit etwas Glück kannst du unter anderem beobachten:
- majestätische Seeadler entlang der Küste
- Papageitaucher auf einigen Inseln
- Robben an der Küste
- Wale im Norden des Landes
- Polarfüchse in den Hochgebirgen
- Moschusochsen im Dovrefjell-Nationalpark
- zahlreiche Rentier- und Vogelarten
Nicht jede Begegnung ist garantiert. Gerade das macht sie aber so besonders.
Essen und Trinken in Norwegen
Vor unserer Reise hatten wir oft gelesen, dass Norwegen teuer sein soll.
Nach mehreren Wochen unterwegs können wir sagen: Ja, das stimmt.
Was isst man eigentlich in Norwegen?
Die norwegische Küche ist stark von der Natur geprägt.
Besonders beliebt sind:
- frischer Lachs
- Kabeljau
- Heilbutt
- Garnelen
- Elch
- Rentier
- Zimtschnecken (Kanelboller)
- Waffeln mit Marmelade oder Braunkäse
- Braunkäse (Brunost)
Gerade Brunost polarisiert. Die einen lieben den süßlich-karamellien Geschmack, andere können damit überhaupt nichts anfangen. Wir haben den nicht probiert, haben aber gehört das die Norweger diesen käse lieben.

Die schockierten Erdnüsse oder Chips Kringel mit Schokolade aus Norwegen.
Eigentlich wollten wir sie nur einmal probieren.
Am Ende landeten sie aber regelmäßig in unserem Einkaufswagen und wurden zu unserem persönlichen Lieblingssnack für lange Fahrten.

Kann man das Leitungswasser trinken?
Ja. Und das solltest du sogar. Norwegen verfügt über eines der saubersten Trinkwassernetze der Welt. In den meisten Regionen kannst du Leitungswasser bedenkenlos trinken. Auch wir haben unsere Trinkflaschen regelmäßig direkt am Wasserhahn aufgefüllt. Gerade mit dem Camper spart das nicht nur Geld, sondern auch eine Menge Plastikmüll. Es gibt überall Stationen wo man den Wassertank kosten los auffüllen kann.


Straßen, Tunnel und Fähren warum Autofahren in Norwegen so besonders ist
Wer zum ersten Mal mit dem Auto oder Camper durch Norwegen reist, wird schnell merken: Autofahren fühlt sich hier anders an.
Nicht, weil die Straßen schlecht wären, ganz im Gegenteil. Viele Straßen sind hervorragend ausgebaut und führen durch einige der schönsten Landschaften Europas. Trotzdem dauert eine Strecke oft deutlich länger, als sie auf der Landkarte aussieht.
Der Grund dafür sind die vielen Fjorde, Berge und kurvenreichen Straßen. Statt einer direkten Verbindung führt die Route häufig um einen Fjord herum, durch lange Tunnel oder mit einer Fähre ans andere Ufer.
Was uns besonders begeistert hat, ist die unglaubliche Abwechslung. Mal fährt man auf einer breiten Straße mit Blick auf einen Fjord, wenige Kilometer später wird sie schmal und schlängelt sich durch die Berge. Es gibt Straßen mit perfektem Asphalt, aber auch Schotterstraßen oder Abschnitte mit Schlaglöchern, besonders abseits der bekannten Touristenrouten. Hinter fast jeder Kurve wartet eine neue Aussicht ,genau das macht eine Rundreise durch Norwegen zu einem Erlebnis.
Maut in Norwegen
Wer mit dem Auto oder Camper durch Norwegen reist, kommt früher oder später mit der Maut in Berührung. Viele Straßen, Brücken und Tunnel sind mautpflichtig. Das Besondere: An den meisten Mautstationen musst du gar nicht anhalten. Kameras erfassen automatisch dein Kennzeichen und die Gebühren werden später berechnet.
Unser Tipp: Registriere dich vor deiner Reise bei Epass24. Dort werden die meisten Mautgebühren automatisch angezeigt und du behältst den Überblick über deine Fahrten. Manche Rechnungen erscheinen erst einige Wochen später, also keine Sorge, wenn nach dem Urlaub noch Gebühren im Portal auftauchen.
Warum gibt es in Norwegen so viele Tunnel?
Norwegen zählt zu den Ländern mit den meisten Straßentunneln weltweit. Das überrascht kaum, denn das Land besteht aus tiefen Fjorden, hohen Bergen und unzähligen Tälern. Ohne Tunnel wären viele Orte nur mit langen Umwegen oder gar nicht erreichbar.
Während unserer Reise sind wir durch unzählige Tunnel gefahren, und kaum einer sah aus wie der andere. Manche waren nur wenige hundert Meter lang, andere mehrere Kilometer. Einige führten steil bergab, andere wieder bergauf. Es gab Tunnel mit nackten Felswänden, modern ausgebaute Tunnel mit weißen Wänden, feuchte Tunnel mit herabtropfendem Wasser und sogar Tunnel mit blauem Licht oder einem Kreisverkehr mitten im Berg.
Gerade diese Vielfalt hat uns fasziniert. Was anfangs noch außergewöhnlich wirkte, wurde schon nach wenigen Tagen ganz normal. Trotzdem waren wir immer wieder gespannt, wie der nächste Tunnel wohl aussehen würde.

Fähren gehören in Norwegen zum Straßennetz
Viele Reisende denken, Fähren seien nur für Inseln wichtig. In Norwegen gehören sie jedoch ganz selbstverständlich zum normalen Straßennetz.
Gerade an der Westküste verbinden Fähren Straßen, die durch die tiefen Fjorde voneinander getrennt sind. Dadurch spart man häufig viele Kilometer und oft auch eine Menge Zeit.
Für uns war jede Fährüberfahrt ein kleines Highlight. Statt einfach nur von A nach B zu gelangen, konnten wir die Landschaft vom Wasser aus genießen. Steile Felswände, Wasserfälle und kleine Dörfer sehen vom Fjord aus noch einmal ganz anders aus.
Manchmal lohnt es sich sogar, das Auto stehen zu lassen und die Fähre als Fußgänger zu nutzen. Genau das haben wir bei unserem Besuch in Bergen gemacht. So spart man sich die Parkplatzsuche und erlebt die Stadt gleich viel entspannter.
Bei Autofähren können Fußgänger häufig kostenlos mitfahren. Personenfähren kosten zwar etwas, sind aber meist günstig. Die Tickets lassen sich in der Regel bequem online kaufen.
Was uns ebenfalls beeindruckt hat: Die Fähren waren während unserer gesamten Reise sehr pünktlich und fuhren in kurzen, regelmäßigen Abständen. Außerdem wird bei vielen Autofähren lediglich das Kennzeichen fotografiert. Anschließend kommt die Rechnung automatisch, man muss sich also meist um nichts weiter kümmern.
Gut zu wissen
Wenn du mit Hund reist, informiere dich am besten vorher über die Regeln der jeweiligen Fähre. Bei vielen Autofähren durfte entweder auf das Außendeck oder im Fahrzeug bleiben. Die Innenräume waren für Hunde dagegen häufig nicht erlaubt.
Bei schönem Wetter war das für uns kein Problem. Bei Regen oder kühleren Temperaturen haben wir deshalb manchmal lieber einen Umweg in Kauf genommen. Unsere längste Fährüberfahrt dauerte rund 45 Minuten zum Glück bei strahlendem Sonnenschein.

Ist Autofahren in Norwegen schwierig?
Eigentlich nicht. Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält und vorausschauend fährt, wird schnell merken, dass das Fahren in Norwegen sehr entspannt ist. Der Verkehr außerhalb der größeren Städte ist angenehm ruhig und Drängler sind uns während unserer gesamten Reise nur selten begegnet.
Gerade in den Bergen lohnt es sich außerdem, bergab einen niedrigeren Gang zu wählen und die Motorbremse zu nutzen. Das schont die Bremsen und sorgt für eine sicherere Fahrt auf langen Gefällestrecken.
Fährst du mit einem Camper solltest, du Diesel und AdBlue Füllstand ebenfalls im Blick behalten. Durch die vielen Berge und langen Strecken kann der Verbrauch höher ausfallen als erwartet. Deshalb gilt für uns: Lieber etwas früher tanken und AdBlue nachfüllen, als später lange nach der nächsten Tankstelle suchen zu müssen.
Eine Strecke von 300 Kilometern dauert in Norwegen oft deutlich länger als in Deutschland, nicht nur wegen der Straßenführung, sondern auch, weil man ständig anhalten möchte und weil man nicht schneller fahren kann. Man unterschätzt die Entfernung manchmal schon sehr. Die Straßen schlängeln sich um Berge, Seen und tiefe Täler. Viele Strecken sind schmal, sodass man oft keine hohen Geschwindigkeiten fahren kann
Mal lockt ein Wasserfall direkt neben der Straße, mal eröffnet sich hinter der nächsten Kurve ein spektakulärer Blick über einen Fjord oder ein ganzes Tal. Genau so ging es uns. Eigentlich wollten wir nur weiterfahren, und plötzlich standen wir wieder mit der Kamera in der Hand an einem Aussichtspunkt.
Unser Spartipp
Gerade an beliebten Sehenswürdigkeiten lohnt sich oft ein Blick auf die Parkplätze in der Umgebung. Häufig gibt es etwas weiter entfernt günstigere oder sogar kostenlose Parkmöglichkeiten.
Wir haben das unter anderem in Tromsø gemacht und auch bei unserer Wanderung zum Rappenstieg. Ein paar Minuten mehr zu Fuß können schnell einige Euro Parkgebühren sparen, unterwegs entdeckt man oft noch schöne Ecken, die man sonst verpasst hätte.
Unser Tipp
Plane lieber weniger Kilometer pro Tag ein und genieße die Landschaft. Gerade die spontanen Stopps an kleinen Aussichtspunkten, Wasserfällen oder einsamen Fjorden gehören für uns zu den schönsten Erinnerungen unserer Norwegenreise.
Warum ist Norwegen eigentlich so teuer?
Diese Frage haben wir vor unserer Reise besonders häufig gehört. Ja, Norwegen gehört zu den teuersten Reisezielen Europas. Allerdings hängt vieles davon ab, wie du reist.
Restaurants, Alkohol und viele Dienstleistungen kosten deutlich mehr als in Deutschland. Wer dagegen mit dem Camper unterwegs ist, selbst kocht und bewusst einkauft, kann die Reisekosten spürbar senken.

Was uns persönlich am meisten überrascht hat
Manche Dinge hatten wir vorher gelesen. Andere haben wir erst unterwegs entdeckt.
Diese kleinen Überraschungen sind es, die uns besonders in Erinnerung geblieben sind.
- Wie sauber viele Rastplätze und öffentliche Toiletten waren.
- Dass wir fast überall problemlos mit Karte bezahlen konnten.
- Dass man Wasser fast über all bekommt
- Wie abwechslungsreich die Landschaft selbst nach mehreren Wochen noch war.
- Dass selbst bekannte Sehenswürdigkeiten oft erstaunlich gepflegt wirken aber oft einfach zu voll sind
- Wie selbstverständlich frei laufende Schafe oder Rentiere zum Alltag gehören.
- Dass man auch an beliebten Orten mit etwas Glück ruhige Momente erleben kann.
- Benzin war super Günstig
- Es gab eine Vielzahl an Brot ohne Sirup
Gerade diese Mischung aus spektakulärer Natur und entspanntem Alltag hat Norwegen für uns zu einem ganz besonderen Reiseziel gemacht.

Häufig gestellte Fragen über Norwegen (FAQ)

Unser Fazit, Lohnt sich eine Reise nach Norwegen?
Für uns ganz klar: Ja.
Norwegen ist eines der beeindruckendsten Länder, die wir bisher bereist haben. Die Natur hat uns immer wieder sprachlos gemacht. Gewaltige Fjorde, raue Berglandschaften, tosende Wasserfälle, glasklare Seen und unzählige Aussichtspunkte sorgten dafür, dass sich kaum ein Reisetag wie der andere anfühlte. Genau diese Vielfalt macht Norwegen für uns einzigartig.
Besonders in Erinnerung bleiben uns aber nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern auch die kleinen Momente dazwischen: spontane Stopps an einsamen Seen, Rentiere am Straßenrand, gemütliche Abende im Camper oder einfach das Gefühl, mitten in einer Landschaft unterwegs zu sein, die oft noch ursprünglich und unberührt wirkt.
Natürlich gibt es auch Dinge, die man wissen sollte. Norwegen ist kein günstiges Reiseland, viele Strecken dauern länger als erwartet und als Camper haben wir uns nicht überall willkommen gefühlt. Trotzdem überwiegen für uns ganz klar die positiven Eindrücke.
Würden wir noch einmal nach Norwegen reisen? Definitiv.
Könnten wir uns vorstellen, dort zu leben? Eher nicht.
Für einen Urlaub würden wir jederzeit wiederkommen, denn landschaftlich gehört Norwegen für uns zu den schönsten Ländern Europas. Zum Auswandern fehlt uns persönlich jedoch das gewisse Etwas. Die Mentalität der Menschen, die hohen Lebenshaltungskosten und einige Erfahrungen während unserer Reise haben uns gezeigt, dass wir uns dort auf Dauer wahrscheinlich nicht zuhause fühlen würden.
Als Reiseziel können wir Norwegen jedoch von Herzen empfehlen. Wenn du spektakuläre Natur liebst, gerne wanderst oder mit dem Camper unterwegs bist und bereit bist, dich auf ein etwas langsameres Reisetempo einzulassen, wirst du dort unvergessliche Momente erleben.

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Quellen
Für diesen Beitrag habe ich neben unseren eigenen Reiseerfahrungen unter anderem Informationen offizieller Stellen und Institutionen genutzt:
- Visit Norway (offizielle Tourismusorganisation)
- Statistisk sentralbyrå (Statistik Norwegen)

Das erwartet dich im nächsten Beitrag
Unsere Reise durch Norwegen ist hier noch nicht zu Ende.
Im nächsten Beitrag nehmen wir dich mit in den Norden Norwegens, dorthin, wo die Landschaft noch wilder wird und wir einige der beeindruckendsten Orte unserer gesamten Reise entdeckt haben.
Außerdem zeige ich dir ganz transparent, wie viel unsere Reise durch Norwegen tatsächlich gekostet hat. Von Sprit und Maut über Fähren und Stellplätze bis hin zu Lebensmitteln, ich geben dir einen ehrlichen Einblick in unser Reisebudget und verraten, wo wir Geld sparen konnten.
Freu dich außerdem auf unsere persönlichen Highlights, praktische Tipps für Camper und viele Eindrücke aus dem Norden des Landes.
Schau also gerne wieder vorbei, es lohnt sich!
Vielen Dank fürs Lesen<3
Ich freue mich riesig, dass du uns bis hierhin auf unserer Reise begleitet hast. Ich hoffe, dieser Beitrag konnte dir nicht nur hilfreiche Informationen liefern, sondern dir auch einen ehrlichen Einblick in unsere Zeit in Norwegen geben.
Warst du selbst schon einmal in Norwegen oder planst du gerade deine erste Reise? Dann schreib uns deine Erfahrungen, Fragen oder Tipps gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.
Bis zum nächsten Beitrag und vielen Dank, dass du Teil unserer Reise bist!
