5 Wochen Schweden mit dem Camper Unsere unvergesslichen Erlebnisse

Waldweg in Schweden während unserer 5 Wochen langen Camper reise durch Naturresevate und Wälder

Unsere Reise auf einen Blick

Aktueller Standort:
Schweden Umea
Reisezeit Bisher: 5 Wochen(S)
Unterwegs mit: Hektor
Jacqueline& Philipp
mit Keisy
Highlights:
– erster Elch
– doppelter Regenbogen
– Rya Asar Naturresevat
– Store Mosse Nationalpark
– Zeit auf den Hof mit Tieren


Nach fünf Wochen hat sich alles verändert

5 Wochen Schweden mit dem Camper und wir haben endlich ein Elch gesehen.
Zumindest ich. Zwischen den Bäumen. Während der Autofahrt. Für wenige Sekunden.
Natürlich hatte ich keine Chance auf ein Foto.
Aber ganz ehrlich?

Nach fünf Wochen Schweden mit dem Camper geht es längst nicht mehr nur um Elche.
Es geht um die Freiheit, jeden Tag neue Orte entdecken zu dürfen. Um Sonnenuntergänge am See. Um Wanderwege, die plötzlich zu Wasserfällen führen. Um Menschen, die man sonst nie kennengelernt hätte. Und um das Gefühl, dass Zeit plötzlich wieder langsamer vergeht.

Während ich diesen Beitrag schreiben, sind wir bereits fast acht Wochen mit Hektor unterwegs. Angefangen in den Niederlanden, über Hamburg bis nach Schweden.
Und je länger wir reisen, desto mehr merken wir: Wir vermissen unsere alte Heimat kaum.
Denn Hektor ist inzwischen unser Zuhause geworden.


Die Zeit fühlt sich hier anders an


Kennt ihr das Gefühl, wenn eine Woche wie ein einziger Tag vergeht?

In Schweden erleben wir gerade das Gegenteil.
Obwohl die Zeit wunderschön ist, kommt sie uns unglaublich lang vor. Nicht, weil wir uns langweilen. Sondern weil wir jeden Tag so viel erleben. Neue Orte. Neue Wanderwege. Neue Menschen. Neue Eindrücke.

Manchmal schauen wir auf das Datum und können kaum glauben, dass wir erst fünf Wochen in Schweden unterwegs sind. Gleichzeitig fühlt es sich an, als wären wir schon Monate hier.

Vielleicht ist genau das das Besondere am Reisen. Man lebt nicht mehr nur zwischen Arbeit, Wochenende und Terminen. Man erlebt wieder bewusst.

Haus am See in Schweden entdeckt beim Wandern. Bäume See und ein rotes haus sind zusehen im Bild. es scheint die Sonne.


Unser Alltag im Camper funktioniert überraschend gut


Vor der Reise wussten wir nicht, wie gut alles funktionieren würde. Fahren. Arbeiten. Weiterbildung. Stellplatzsuche. Kochen. Wandern. Hund.
Heute können wir sagen: Es Funktioniert erstaunlich gut.

Wir haben inzwischen einen festen Rhythmus gefunden.
Tagsüber erkunden wir neue Orte, gehen wandern oder arbeiten an unseren Projekten.
Abends sitzen wir oft am See, lesen, planen die nächsten Tage oder genießen einfach die Ruhe.

Und genau diese Mischung tut uns unglaublich gut.


Ein persönliches Highlight: Mein IHK-Zertifikat


Zwischen all den Wanderungen, Naturerlebnissen und Stellplätzen gab es für mich noch einen ganz besonderen Moment. Meine Projektarbeit für die Weiterbildung im Bereich Online-Marketing und E-Commerce habe ich bereits in den Niederlanden geschrieben.

Die Nachricht über das Ergebnis bekam ich dann in Schweden. Mitten auf unserer Reise.

Mit der Bewertung: Sehr gut.
Ich habe jetzt mein IHK-Zertifikat in der Tasche. Das bedeutet mir unglaublich viel.

Nicht nur wegen des Zertifikats selbst. Sondern weil es zeigt, dass man auch unterwegs lernen, wachsen und sich weiterentwickeln kann.
Diese Reise ist für mich nicht nur eine Reise durch Schweden und die anderen Länder. Sie ist auch eine Reise zu neuen Möglichkeiten.

Ich nutze diese Zeit, um mich weiterzubilden, Ideen zu sammeln und herauszufinden, wie mein beruflicher Weg in Zukunft aussehen könnte.

Und auch wenn ich noch nicht alle Antworten kenne, habe ich gelernt:
Man muss nicht immer alles wissen. Manchmal genügt es, mutig genug zu sein, den nächsten Schritt zu gehen.


Orte, die uns in Erinnerung bleiben werden

Blick auf das Meer während der überfahrt nach öland in Schweden. Das Meer schimmert Blau und die Sonne scheint ganz wunderbar.

In den letzten fünf Wochen haben wir viele Kilometer zurückgelegt und dabei Orte entdeckt, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Wir standen an Seen, die eher wie kleine Meere wirkten. Wir wanderten durch Moore über lange Holzstege, erkundeten Naturreservate, besuchten kleine Städte und fanden Stellplätze, an denen wir am liebsten noch länger geblieben wären.

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns unser erster Campingplatz in Schweden. Abend zog ein kräftiges Unwetter über den See. Es regnete in Strömen. Der Himmel war grau. Wir saßen gemütlich in Hektor und beobachteten das Wetter.Kurz darauf kam die Sonne zurück und bescherte uns gleich zwei Regenbögen. Einer dieser Momente, die man nicht planen kann und die genau deshalb so besonders sind.

Auch das Naturreservat Rya Åsar hat uns begeistert.
Der Wanderweg hatte alles, was wir lieben: Wald, Wiesen, Holzstege, Felsen,Wasser , Aussichtspunkte

Für uns bisher einer der schönsten Wanderwege der Reise.

Ein in weiteres Highlight war Järvsö. Die kleine Stadt hat uns sofort gefallen. Gemütliche Straßen. Tolle Wanderwege. Schöne Aussichtspunkte. Und ein entspanntes Lebensgefühl.
Dort haben wir außerdem bei Glasskupan i Järvsö eines der leckersten Eis unserer bisherigen Reise gegessen. Eine echte Empfehlung für alle, die einmal in der Gegend unterwegs sind.

Beeindruckt hat uns auch der Store Mosse Nationalpark.
Die weiten Moorlandschaften, die langen Holzstege und die besondere Ruhe machen diesen Ort einzigartig. Man fühlt sich dort fast wie in einer anderen Welt.

Je länger wir durch Schweden reisen, desto mehr merken wir: Es sind nicht immer die bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die in Erinnerung bleiben. Oft sind es die kleinen Orte. Die unerwarteten Momente. Und die Erlebnisse dazwischen.


Die schönsten Begegnungen entstehen oft ungeplant

Bereits in unserem Beitrag über unsere erste Zeit in Schweden haben wir erzählt, wie wichtig Begegnungen auf Reisen sein können.
Unsere erste Woche in Schweden

Auch in den vergangenen Wochen hat sich das wieder bestätigt.
Menschen machen Orte besonders. Und manche Begegnungen bleiben viel länger in Erinnerung als Sehenswürdigkeiten.
Genau deshalb denken wir noch oft an die Zeit auf dem Hof zurück, über die wir bereits in unserem Beitrag über die ersten Wochen berichtet haben.

Zweieinhalb Wochen in Schweden

Dort ging es nicht nur um Tiere, sondern auch um Menschen, die ihren eigenen Weg gegangen sind. Und vielleicht ist genau das etwas, das wir auf dieser Reise immer wieder lernen: Es gibt viele Möglichkeiten zu leben. Man muss nur mutig genug sein, seinen eigenen Weg zu gehen.

Die Geschichten, die man nicht planen kann


Manche Erinnerungen entstehen genau dann, wenn man sie am wenigsten erwartet.

Eines Abends waren wir mit Keisy auf unserer letzten Runde des Tages unterwegs, als plötzlich direkt neben uns eine Kuh durch den Elektrozaun brach. Für einen kurzen Moment stand sie nur wenige Meter von uns entfernt. Zum Glück entschied sie sich, in die andere Richtung davonzurennen. Was uns danach besonders berührt hat: Die ganze Nacht hörten wir die Kühe muhen. Es war kaum zu überhören, wie sehr die Herde ihr Kalb vermisste. In solchen Momenten merkt man erst, wie stark die Bindung zwischen Muttertier und Kalb sein kann.

Eine andere Nacht werden wir ebenfalls nicht so schnell vergessen. Mitten im Schlaf wurden wir von lauten Schreien geweckt. Casey war sofort unruhig und wir wussten zunächst überhaupt nicht, was passiert war. Erst später erfuhren wir, dass ein Dachs einen Hasen gejagt hatte. Die Schreie gingen uns durch Mark und Bein. Selbst als wieder Ruhe eingekehrt war, konnte ich noch lange nicht einschlafen.

Nicht jede Begegnung in der Natur ist idyllisch. Aber genau diese ungeplanten Momente machen unsere Reise durch Schweden so besonders und zeigen, wie ursprünglich das Leben hier noch sein kann.


Besuch aus Deutschland und die Erkenntnis, was Zuhause wirklich bedeutet


Ein ganz besonderes Highlight war der Besuch von Ines und Anni.
Allein die Tatsache, dass sie den langen Weg auf sich genommen haben, um uns in Schweden zu besuchen, hat uns unglaublich gefreut.

Gemeinsam haben wir Borås, Ulricehamn, Wasserfälle, Wanderwege und verschiedene Orte erkundet.Es waren wunderschöne Tage voller Gespräche, gemeinsamer Erlebnisse und Erinnerungen. Danke euch für die schöne Woche.

Und trotzdem haben wir etwas festgestellt, das uns selbst überrascht hat:
Wir haben uns irgendwann wieder darauf gefreut, in Hektor zu schlafen.
Früher hätten wir wahrscheinlich gedacht, dass wir irgendwann unser Haus oder eine Wohnung vermissen würden.

Heute wissen wir: Unser Zuhause hat keine feste Adresse mehr. Unser Zuhause ist dort, wo wir gemeinsam sind. Unser Zuhause ist Hektor.


Nicht jeder Stellplatz wird zum Lieblingsplatz


Natürlich läuft auf einer Reise nicht immer alles perfekt.
Und genau das macht sie oft erst spannend.

Ein Abend wird uns wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben. Wir hatten einen neuen Stellplatz gefunden und waren voller Vorfreude.

Auf dem Weg dorthin lief unsere Ölflasche aus und verteilte ihren Inhalt großzügig im Camper.
Kurz darauf lag eine riesige tote Schlange auf der Straße. Am Ziel angekommen wurden wir von lauter Musik begrüßt, weil einige Jugendliche dort ihren Abend verbrachten.
Spätestens da wussten wir: Heute wird das nichts.
Also sind wir noch eine weitere Stunde gefahren und haben uns einen neuen Platz gesucht.

Manchmal muss man einfach weiterfahren.
Und oft wartet hinter der nächsten Kurve etwas Besseres.


Keisy hat ihren Platz gefunden


Viele von euch fragen regelmäßig nach Keisy. Und ehrlich gesagt macht sie das Reisen inzwischen richtig gut.

Mittlerweile wissen wir genau, was vor einer längeren Fahrt wichtig ist:
Eine kleine Portion Futter. Frisches Wasser. Und natürlich eine Pipirunde. Das war der Schlüssel.

Keisy liebt Wiesen. Sie liebt es, sich im Gras zu wälzen. Und sobald sie Wild entdeckt, beginnt ihr Schwanz wie verrückt zu wedeln.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Nicht überall dürfen Hunde mit. Gerade im Norden wird uns das wahrscheinlich noch öfter begegnen.

Aber insgesamt hat sie sich erstaunlich gut an das Leben im Camper angepasst.Manchmal wirkt es fast so, als hätte sie beschlossen:„Na gut, dann wohnen wir jetzt eben hier.“

Keisy in Schweden auf einen Wanderweg in Schweden vor einer Wiese

Was wir an Schweden lieben


Nach fünf Wochen Schweden mit dem Camper gibt es viele Dinge, die wir besonders schätzen.
Die Ruhe. Die Natur. Die Weite. Die Seen.Die Wälder.Die Menschen.

Aber auch die vielen Kleinigkeiten, die in Deutschland oft längst nicht mehr selbstverständlich sind. Kostenlose Toiletten. Kostenlose Parkplätze. Kostenloses Trinkwasser. Saubere Rastplätze.
Wenig Müll. Gut organisierte Baustellen.

Und eine entspannte Atmosphäre. Natürlich ist auch hier nicht alles perfekt.
Aber Schweden hat in den letzten Wochen viele Pluspunkte bei uns gesammelt.


Was wir vermissen

Überraschend wenig. Natürlich vermissen wir Familie und Freunde.
Aber dank WhatsApp und Videotelefonie fühlt sich die Entfernung heute ganz anders an als früher.

Worauf wir uns im Oktober besonders freuen: Alle wiederzusehen. Zu erzählen. Zu lachen. Und gemeinsame Zeit zu verbringen.

Kulinarisch gibt es allerdings zwei Dinge, die wir tatsächlich vermissen: Gutes deutsches Vollkorn- oder Sauerteigbrot. Und deutsche Wiener Würstchen.

Die schwedischen Varianten konnten uns bisher nicht wirklich überzeugen. Sie sind absolut nicht zu empfehlen, auch wen man denkt da kann man ja nicht soviel Falsch machen.


Was diese Reise mit mir macht

Wenn ich ehrlich bin, geht es mir aktuell richtig gut. Ich habe Kraft. Ich genieße die Zeit. Ich genieße die Ruhe. Ich genieße die vielen Augenblicke mit Philipp und Keisy.

Früher habe ich oft körperliche Signale ignoriert. Heute nehme ich mir Zeit. Ich höre besser auf mich. Ich mache mir weniger Gedanken über Dinge, die ich nicht beeinflussen kann.
Und ich merke, wie gut mir das tut.

Natürlich denke ich manchmal über die Zukunft nach.
Natürlich weiß ich noch nicht genau, wie mein beruflicher Weg aussehen wird.

Aber ich habe gelernt, dass nicht jede Frage sofort beantwortet werden muss.
Manchmal reicht es, offen für Möglichkeiten zu sein. Und genau das versuche ich gerade.

Jacqueline also ich unterwegs in der Natur auf einen Wanderweg in Schweden.
Im Hintergrund sind die Berge und Wälder zusehen.


Danke, Philipp <3

Ein Abschnitt darf in diesem Beitrag nicht fehlen. Philipp.

Während ich oft die Geschichten festhalte und aufschreibe, sorgt er dafür, dass unsere Reise überhaupt funktioniert.

Er fährt uns sicher durch Schweden. Findet die schönsten Orte. Plant die Strecken. Kümmert sich darum, dass wir Wasser haben. Dass die Toilette sauber bleibt. Dass alles funktioniert. Er nimmt mir alle sorgen. Und unterstützt mich bei allem, was ich tue.

Dafür bin ich unglaublich dankbar.


Unsere Tipps für Schweden mit dem Camper


Falls ihr selbst eine Reise plant, würden wir euch Folgendes empfehlen:

  • Bleibt mindestens zwei Nächte an schönen Orten.
  • Plant Fahrzeiten großzügig
  • Nehmt Mückenschutz mit.
  • Habt immer einen Stellplatz als Plan B.
  • Lasst euch Zeit.
  • Plant nicht jeden Tag komplett durch.


Die schönsten Erlebnisse unserer Reise waren oft die ungeplanten.
Der doppelte Regenbogen. Der Elch. Die Begegnungen mit Menschen.
Oder ein Wanderweg, den wir zufällig entdeckt haben. Schweden belohnt alle, die sich Zeit neh


Häufige Fragen (FAQ)


Unser Fazit nach fünf Wochen Schweden mit dem Camper

Auch nach fünf Wochen Schweden mit dem Camper wird dieses Land nicht langweilig.

Im Gegenteil. Je weiter wir nach Norden fahren, desto mehr haben wir das Gefühl, dass die eigentlichen Abenteuer erst beginnen.

Wir haben wunderschöne Orte entdeckt. Tolle Menschen kennengelernt. Neue Erfahrungen gesammelt. Wir haben gelernt, dass ein Zuhause nicht immer aus vier Wänden bestehen muss.

Und wir haben gemerkt, wie wenig man manchmal braucht, um glücklich zu sein.

Vor uns liegen noch viele Kilometer. Neue Landschaften. Neue Herausforderungen. Und wahrscheinlich noch viele Geschichten.

Wir freuen uns darauf.

Wald weg in Schweden . Zum Wandern aber auch Fahren. Der Weg ist das Ziel.


Danke fürs Lesen ❤️

Danke, dass ihr unsere Reise begleitet. Danke für eure Nachrichten, Kommentare und die vielen lieben Worte. Sie bedeuten uns mehr, als ihr vielleicht denkt. Seid gespannt auf den nächsten Beitrag.

Dort wird es wieder etwas informativer:
Wissenswertes über Schweden – Teil 2: Das Jedermannsrecht und seine Regeln

Ein Thema, das viele Camper, Wanderer und Naturliebhaber fasziniert und das Schweden zu etwas ganz Besonderem macht.

Bis dahin wünschen wir euch viele kleine Abenteuer und wunderschöne Momente.

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