Eigentlich wollte ich euch heute schon unsere fertige Packliste präsentieren. Aber ganz ehrlich:
Bevor ich mir Gedanken über die perfekte Deko oder die schönsten Stellplätze machen kann, muss die Basis stehen.
Und beim Thema Elektronik… nun ja, sagen wir so: Ich habe davon absolut null Plan.
Während ich online nach den tollsten Orten suche und die Route plane
(die wir am Ende eh wieder umschmeißen, weil es live doch anders kommt), hat mein Freund die Ärmel hochgekrempelt.

Was er unter der Verkleidung gefunden hat, war eine echte „Bastelbude“.
Überall Kabel, die irgendwo hinführten,
und eine mickrige 100Ah Batterie,
die wahrscheinlich schon beim Laden meines Handys aufgegeben hätten.
Teilweise waren sogar alte Komponenten verbaut
, die der Batterie auf Dauer geschadet hätten.
Unsere Camper Elektrik war am Anfang
einfach ein riesiges Fragezeichen.

Vollzeitjob und Wochenende Schichten
Mein Freund hat sich da richtig reingefuchst.
Nach seinem eigentlichen Job saß er oft noch Stunden da, hat Videos geschaut,
Schalpläne studiert und versucht,
das Chaos der Vorbesitzer zu verstehen.
Alles ist bei uns an Wochenende entstanden oder Abends nach Feierabend.
Besonders nervig?
Das Kleben der Solarpanels. Wer hätte gedacht, dass man in Deutschland plötzlich so oft in den Himmel schaut und auf gutes Wetter hofft.
Der Kleber durfte nämlich nicht bei
Minusgraden verarbeitet werden und danach
brauchte er auch noch ein paar Tage, um richtig auszuhärten.
Heißt: Mindestens drei Tage gutes Wetter am Stück.
Und genau das hatten wir natürlich… erstmal nicht. Zwischenzeitlich stand Hektor dann auch noch in einer Werkstatt, weil die Fenster gemacht werden mussten.
Also wieder warten.
Aber jetzt: Solar ist endlich fertig.

Das Ergebnis seiner harten Arbeit
9000Wh Gesamtkapazität
-> Bulltron 540Ah (das Herzstück mit 5Jahre Garantie)+ Ecoflow Delta 2 Max Solarpower
-> Power vom Dach: 300W fest verbaut plus ein mobiles 120W Panel
Alles im blick; Dank des Victron Cerbo GX zeigt uns Verbrauch und Leistung
Flexibilität unterwegs
-> Ecoflow als mobile 230V Lösung
Unsere Camper Elektrik im Alltag
Er hat alles großzügig durchgerechnet, damit wir Unterwegs keine bösen Überraschungen haben.
Schließlich muss sein Rechner laufen…
sonst funktioniert das ganze Projekt hier nicht.:)
– Notebooks (ca.10h)->1200Wh
– Ninja (30 Min.)-> 800Wh
– Kühlschrank (24h)-> 408Wh
– Internet & Bord System-> 480Wh
– Smartphones (4x) -> 140Wh
Macht ca.3000Wh pro Tag
Ohne diese Planung?
Wir würden wahrscheinlich nach dem ersten Arbeitstag im dunkeln sitzen. Aber so können wir selbst bei mäßiger Sonne, auf bis zu 5 Tage Autark stehen. Und während der Fahrt laden wir zusätzlich nach. Das gibt einfach ein gutes Gefühl.


Stolz wie Bolle (zu Recht!)
Ich bin ehrlich: Ich bin einfach froh, dass er sich da so reingehängt hat. Alles ist sauber, Kabel passen, Sicherungen sind drin und das Thema Brandgefahr ist bei uns wirklich ernst genommen worden.

Gestern war es komplett bewölkt. Und trotzdem kamen 40Wh rein.
Klingt wenig, aber für uns war das der Moment, wo klar war:
Es funktioniert. Wir sind wirklich Autark.
Und wenn es mal gar nicht reicht, hängen wir uns kurz an Landstrom, ein paar Stunden später ist wieder alles voll.

Wie geht es jetzt weiter?
Jetzt, wo die Technik steht, kann ich mich endlich wieder meinem Lieblingsthema widmen: der Packliste 😉
Was kommt mit, was bleibt zu Hause?
Das Erfahrt ihr im nächsten Beitrag.
Falls du den letzten Beitrag verpasst hast, kannst du ihn hier lesen.
Mehr zur Technik
Und jetzt ihr
Wie ist das bei euch?
Habt ihr auch ein Technik- Genie an eurer Seite oder macht ihr alles selbst?
Und ganz ehrlich: Wie hat dir der Beitrag gefallen?
Schreibt mir gerne in die Kommentare.
Am Anfang war alles nur ein großes Fragezeichen. Und jetzt fühlt es sich langsam richtig an.


Echt interessant mit der ganzen Elektrik.